Guzman y Gomez stellt US-Betrieb ein und sieht sich Sammelklage gegenüber

Die australische Fast-Casual-Kette Guzman y Gomez (GYG) hat überraschend ihren gesamten Betrieb in den Vereinigten Staaten eingestellt. Die Entscheidung, den amerikanischen Markt zu verlassen, erfolgt zu einem Zeitpunkt, an dem das Unternehmen seine Ressourcen auf die Expansion in Australien und Asien konzentrieren möchte.


Warum ist dieses Thema im Trend?

Die Schließung von Guzman y Gomez ist aus zwei Hauptgründen zu einem der meistdiskutierten Themen in der Wirtschafts- und Gastronomiebranche geworden:

  • Rivalität mit Chipotle: Investoren sahen die Marke als größte globale Bedrohung für die Vorherrschaft von Chipotle im mexikanischen Lebensmittelsektor. Der Rückzug verdeutlicht die Schwierigkeiten ausländischer Marken bei der Skalierung in den USA.
  • Arbeitsrechtliche Kontroverse: Die Schließung erfolgte ohne Vorankündigung. Laut The Guardian und Fox Business wurden Mitarbeiter von verschlossenen Türen überrascht, was Empörung in den sozialen Medien und sofortige rechtliche Schritte auslöste.

Details zum Gerichtsverfahren

Die Kette sieht sich nun einer Sammelklage (Class Action) ehemaliger US-Mitarbeiter gegenüber. In der Klage wird behauptet, dass das Unternehmen gegen den Federal WARN Act verstoßen hat, der Arbeitgeber verpflichtet, Massenschließungen 60 Tage im Voraus anzukündigen.

Anwälte der ehemaligen Angestellten geben an, dass das Unternehmen es versäumt hat, eine faire Entschädigung oder ausreichend Zeit für die Jobsuche bereitzustellen, was den Fall zu einem kritischen Beispiel für Krisenmanagement macht.